Archiv für den Autor: Peter Knüppel

Sötenkanal, Hamburgsund, Schären ohne Ende

Weiter gehts durch den Sötenkanal, da gehen im Juli um 35.000 Sportboote durch. So war es dann auch, Autobahnfahren. Unter Motor durch den Hamburgsund, und 100 m vor uns legt die Kettenfähre ab; auf einmal straff gespanntes Drahtseil über das Fahrwasser. Also voll aufstoppen.
Und es gibt ein neues „Verkehrszeichen“

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Enge Fahrwasser, Suche nach den schönen Plätzen, Navigation muss sein!

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Nach dem Hamburgsund wollten wir dann an eine Schäre, überall lagen
schon Boote. Wir sind dann zwischen 4 Inselchen vor Anker gegangen.

Eine Felskante sah verlockend aus, also mal mit dem Dinghi hin und loten; tief genug! Felshaken schlagen und Leinen vorbereiten, Nils bleibt auf der Insel. Vorsichtig schräg anfahren, Heckanker ´raus und schon liegen wir längsseits wie in Abrahams Schoß.

Der Hund kann über das Fenderbrett von und an Bord und tobt sich aus. Schwimmen in klarem Wasser, faulenzen, angeln.
Das Abendlicht läßt den Granit leuchten.

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Holländerbucht

Richtung Smögen, dem St. Tropez der Westküste. Feines Segeln im inneren Schärenweg. Um Smögen herum, da geht man besser nicht in den Hafen, in die Holländerbucht. Dort ankern wir in einem Rund hoher Granitwände auf 14 Meter Wassertiefe, alle Kette muss ´raus, 45 Meter.

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Mit dem Dinghi, Jazz sitzt mal wieder als erste ´drin, geht´s an Land und in einem schönen Spaziergang über die Klippen nach Smögen. Dort sind die Schiffe dicht an dicht gestapelt, es ist laut, und viele Menschen tummeln sich auf den Stegen. Nils und ich vertilgen ein Krabbenmenue, Meike kämpft noch mit Resten von Übelkeit. Jazz tobt über die Klippen, an Bord hat dann ausser Meike und Jazz keiner mehr Hunger und es geht früh zur Koje.

Richtung Oslo

Nur kurz, die Tage waren mit viel Wind und Welle und vielen Meilen schönes Segeln, aber es waren auch lange Tage.

Die Crew

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Tochter Meike mit Freund Nils

Start in Kiel am Samstag morgen, durch den kleinen Belt bis Julsminde.
In Julksminde war der Hafen voll, wior haben gegen 22:00 einen vorreservierten Platz occupiert; den uns auch niemand streitig gemacht hat. Leinen fest und so gerade den Sonnenuntergng mitbekommen.

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Dann nach Samsö. Samsö war knallvoll, wir haben dort das Endspiel mit Jaime gesehen und hatten dann durch einen nicht vorhergesagten Winddreher eine unruhige Nacht vor Anker.

Früh bei 26-28 kn raumschots nach Anholt. Liegen im Päckchen ist dort nochmal, aber wie sich dann nach 18:00 der Hafen vollstapelte habe ich noch nie gesehen. Eine Fläche von Booten. Kopfsteiger mit Dreifachstern; also erste Reihe mit Bug am Steg, zweite Reihe mit dem Bug in die Lücken und dritte Reihe in die Lücken der ersten.Alle gut ´drauf, wäre was für Karl-heinz, jeder hilft jedem, Kindern die Menge.

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Wir sind mit dem Dinghi an Land und an den endlosen Südstrand.

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Morgens um 06:30 liefen die Fischer ein und ich habe einen Sack Jomfruhummeren erstanden.

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Erstmal alle überflüssigen harten Teile mit dem Seitenschneider weg. 1/3 gekocht und eingefroren, den Rest abends auf den Grill.

Weiter 65 sm nach Donsö bei Göteborg, wieder raumschots bis achterlicher Wind und zum Schluss gewaltiger Welle. Im Schärengürtel dann ruhiger.

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255 sm in 3 1/2 Tagen, für die nächsten 130 haben wir jetzt 8 Tage, ab jetzt  ruhiges Schärensegeln.

Weiter nach Marstrand, einkaufen und einmal um die Insel, und dann um die Ecke in die Bucht von Söholmen vor Anker.

AnkerMarstrand

Da lagen wir schon mit dem Vorgängerschiff ruhig. Die Klippen sind ein Traum, bewachsen mit Heide, vielen Moossorten, und kargem Bewuchs. Dem Hund macht´s Spaß, herumzustöbern.

MUSTO

MUSTO… musto haben….wenn Du bei Schietwetter trocken und warm bleiben willst.

Als leichte Segeljacke für die Übergangszeit hatte ich mir eine HPX B1 Jacke gekauft, in weiß.
Nach 1 1/2 Jahren mußte sie dann doch einmal gewaschen werden. Danach – warum auch immer – war die dichte innere Beschichtung hin und die Jacke nur noch ein nasser, klebender Waschlappen..

Ich habe die Jacke zur Klärung nach England zu Musto geschickt und SURPRISE!, heute war eine flammneue Jacke des neuesten Modells in der Post. Das hatte ich nicht erwartet.

Thankyou Miss Celia Wall of MUSTO

Schon wieder Samsö

Von Juelsminde ging es nach Samsö, der verwunschenen Insel. Wir gehen an eine Mooring des DS. Die Stürme des letzten Jahres haben viele neue Bäume angetrieben; die ausgebleichten Skelette liegen zu Hauf am Strand unter der mit alten Buchen und Eichen bewachsenen Steilküste.
Einmal um die Insel am Strand entlang durch den verwunschenen Wald; an der Leuchtturmspitze liegt eine Robbe auf dem Strand und läßt und auf wenige Meter herankommen.

Robbe

Überall Treibholz; Bäume im Strand eingespült.

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Eberhard nutzt den Ausguck.

Holz

Holz zuhauf für ein Lagerfeuer, an dem wir eine Lachseite garen. Die haben wir mit dem Akkuschrauber und Spaxschrauben auf ein Treibholzbrett geschraubt und senkrecht neben das Feuer gestellt. Viel Lachs für die Crew, die Reste für den Bordhund. Ein Fest!

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Lachs fertig

Die vorhergesagte Windzunahme und Drehung trrat ein, aber in die falsche Richtung und das Steulufer der Insel bot dann wenig Schutz; einew unruhige Nacht an der Moorimng mit 26 kn Wind war die Folge. Dann slippte die Verankerung der Mooring und wir legten früh ab mit Ziel kleiner Belt. Bei hoher Welle und bis 30 kn Wind bei Amwindkurs nicht gut machbar, also ablaufen nach Samsö. Rumschootskurs mit bis 9 kn SOG im Surf und 2,5 bis 3 m Wellenhöhe ein Genuss, aber heftige Arbeit am Ruder. Wer steht in Samsö am Hafden und winkt? Jaime, die uns hat anlaufen sehen und zufällig am Hafen war. Wieder gut zusammen gegessen mit ihrem unglaublich leckeren Schokoladeneis.

Am nächsten Tag morgens Wind um 11-12 Knoten aus Nord – West, also sollte es Richtung kleiner Belt gehen. Ab Aebelö dreht der Wind wieder auf West, also gegenan, aber nur bis 18 Knoten. Unter Segel und Maschine laufen wir nach Fredericia in den Stadthafen  für einen kurzen Stopp zum Abendessen und dann kreuzen wir bei bis 26 Knoten Wind den kleinen Belt durch die Brücken herunter Richtung Kiel. Um 22:30 Uhr sind wir in Aerösund mit der Nase im Wind geschützt fest. Am nächsten Tag geht es bei 6. 20-30 Knoten Wind Raumschutz durch den Alsensund nach Sonderborg und nach kleiner Pause weiter in die Schlei.

In Schleimünde ist der Hafen ziemlich leer, bei den Windverhältnissen traut sich wohl keiner dort anzulegen. Wir probieren, ob die Maschine das Boot rückwärts./.den Wind hält und legen dann beherzt an, aufgestopptt, die Achterleinen auf den Punkt auf die Heckpfähle, und schon sind wir sicher fest.
Die Giftbude hat einen neuen Wirt, es gibt ein leckeres Fischgericht zum Abendessen und anschließend für die im Hafen liegenden Segler in der etwa 10 m² großen Küche des Hafenmeisters das Fußballspiel Deutschland./.Ghana zu sehen. Jeder bringt etwas zu trinken mit, eine prima Atmosphäre.

Am Sonntag sind die wenigen Meilen bis Kiel bei halbem Wind mit erneut 24 bis in den Böen 30 Knoten raumschots ein Genuss.