Archiv für den Autor: Peter Knüppel

Sommer 2021-

Wir faulenzen. Und sind schon den 5. Tag in St. Denis, Ile d´Oleron. Zeit mal Rückschau zu halten.

Zusammen mit Eberhard

16.07. – Abfahrt von Köln
18.07. – Arzal – Piriac
19.07. – Piriac – Ile Houat – vor Anker
20.07. – Rund Belle Ile – Ster Vraz vor Anker
21.07. – Frühstück in Sauzon – Port Halliguen Quiberon
22.07. – Ile Houedic – vor Anker
23.07. – Herbaudiere – Ile Noirmoutier
24.07. – Pornic

Eine Woche mit perfektem Wetter und gutem Wind.
Das trübt sich nun ein, und es kommen einige Störungen aus NW durch.

Bea und Ike kommen dazu

25.07. – Pornic
26.07. – Herbaudiere
27.07. – Ile de Yeu
28.07. – La Vie St. Gilda
29.07. – Les Sables d´Olonne
30.07. – Ile Re, St. Martin
31.07. – Ile Re, St. Martin, Bea und Eberhard von Bord, Transfer nach Pornic

01.08. – Ile Re, St. Martin
02.08. – La Rochelle, les Minimes

Immer noch Störungen, mal ein ganzer Tag Regen, sonst Sonne und Regen, aber warm.
In La Rochelle liegt die Caringa mit Brigitte und Rolf. Auch Sie nehmen sich die Zeit das durchwachsene Wetter durchziehen zu lassen und abzuwarten.  

03.08. – La Rochelle, les Minimes

Die XWay kommt mit Jutta und Hendrik, wir werden einige Zeit zusammen segeln. Wir bleiben aber erst einmal in La Rochelle und warten auf besseres Wetter, genießen die Markthalle und das gute Essen, wandern und faulenzen. 
 
04.08. – La Rochelle, les Minimes
05.08. – La Rochelle, les Minimes

Das gute Wetter kommt zurück und sofort werden die Häfen auch voller. Wir gehen alle drei Schiffe nach St. Denis.

06.08. – Ile d´Oleron, St. Denis

Ulrike überredet Rolf mit ihr Surfen zu gehen.

07.08. – Ile d´Oleron, St. Denis
08.08. – Ile d´Oleron, St. Denis

Leider müssen die Caringas wg. eines Krankheitsfalls in Köln los nach Arzal und Köln.
 
09.08. – Ile d´Oleron, St. Denis
10.08. – Ile d´Oleron, St. Denis

Morgen soll es wieder zurück gegen Norden gehen, mal sehen wie der Wind weht.
Es wird ein Kreuzkurs, und die XWay versägt uns fürchterlich. Der bessere Am Wind Segler; dafür ist X-Yachts bekannt.

11.08. – Les Sables d´Olonne

Abends gegehen wir mit Jutta und Hendrik in einem kleinen restaurant am Quai essen. Pass sanitaire ist Usus und die Abwicklung blitzschnell und einfach.

Kreuzkurs, noch angenehm, aber am Wind.

12.08. – Port La Vie, Croix St. Gilles

Wieder Kreuzkurs am Wind, aber doofe Hackwelle, unangenehm

13.08. – Pornic
14.08. – Pornic
15.08. – Pornic

Ausgelaufen, Wind war doch stärker als gedacht, 16 Kn und Wind gegen Strom, nach 2 Meilen umgedreht. Im Hafen alles ruhig, Abdeckung, 9 Kn. 

16.08. – Pornic
17.08. – Pornichet
18.08. – Piriac

Abschied von XWay, jutta und Hendrik, sie haben noch eine weitere Woche Zeit.

19.08. – Arzal
20.08. – Köln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Segeln mit Meike und Karsten

  • Arzal
  • Ile de Yeu
    Meike, Carsten und Blues sind zu Fuß um die Südspitze gewandert und ich habe das Boot die 7 Sm um die Ecke gesegelt und vor Anker gelegt. Mit dem Dinghi an Land und den Rest der Crew wieder an Bord genommen. Leckere Thunsteaks mit Salat und Baguette zum Abendbrot. Die Bucht ist geschützt gegen den vorherrschenden NW; alles ruhig. Nachts dann drehte sich der Strom, und der Kahn begann zwischen 1 und 4 Uhr zu rollen. Nicht extrem, aber für Carsten den Schlaf störend.
  •  Sables d´Olonne
    Am nächsten Morgen ging es um 08:00 Ankerauf, Ziel Ille de Rhe, 58 Sm. Stromprobleme, Batterien flach, Plotter flackert. Lichtmaschine? Zum Glück ist ein Diesel ja ein Selbstzünder, also bloß nicht ausmachen und rein nach les Sables d´ Olonne. Meike und Carsten sehen sich die Stadt an und ich rücke dem Motor zu Leibe.
    Es war der Keilriemen. Falsches Maß und Abrieb an den Flanken, erst einmal nachspannen und schon lädt die Lima wieder. Prima, jetzt das Dinghi ausspritzen und den Sand rausholen. Dabei bricht der Davit in einer Schweißnaht ab und knallt mir auf den Kopf. Blutbad, aber nur eine kleine Platzwunde mit großer Beule.

    Super geschweißt, aber nicht durchgeschweißt! Murks! Also einen Schweißer suchen. Ein netter Mensch bringt mich quer durch die Stadt dahin, wir unterhalten uns prima, und er gibt mir die Details der Vendee Globe und Boris Herrmanns Kollision mit dem spanischen Fischer. Die schalten AIS, Radar und Lichter aus, um nicht erkannt zu werden in französischen Gewässern. Solche Kollisionen soll es häufig geben.

    Meike kocht Crevetten mit Gemüse und Reis, dazu Thunsashimi. Die Sonne scheint von morgens bis abends ohne Unterbrechung, man kann noch draussen sitzen, herrlich.

    Morgen soll es gegen Mittag losgehen, dann mit Einsetzender Backstagsbrsise nach St. Martin des Rhe. Hoffentlich wird der Davit fertig.

     
  • St. Martin de Re
  • St. Gilles croix de Vie
  • Ille de Yeu
  • Anse des Vieilles, Bucht der Alten….
  • Belle Ille
  • Ille Houat
  • Golf von Morbihan – Vannes
  • Ile Houat
  • Arzal
 
 
 
 
 

11. Mai 2121, Frankreich macht langsam auf

Nächster Versuch:
Frankreich hat die 10 km Beschränkung aufgehoben; am 19. Mai rückt der Beginn der Sperrstunde auf 21:00 und die Aussengastronomie macht wieder auf, Geschäfte ebenfalls.. Inzidenzabhängig natürlich. Die liegt in Köln bei 156, unser Ortsteil bei 89. Die Bretgne hat im Schnitt 150, die Belle Ille 10-20. Na, auf dem Wasser sind wir ja sowieso „in Quarantäne“.
Montag früh PCR-Test machen, Dienstag früh los; dann sind wir nachmittags da und können einräumen. Mittwoch gibt erst mal dickes Wetter, wenn es denn kommt.

   

Das wird dann Basteltag; die neuen Winschen installieren, Fock anschlagen, GPS-Antenne durchmessen, Batteriemonitor einbauen, Bimini Solarpaneelbefestigung annähen.
Donnerstag ist dann 06:25 Hochwasser, also am Besten noch am Mittwoch abends ´rausschleusen. Mal sehen, so ist Gezeitensegeln….

Die neuen Winschen sollten auf die alten Bohrungen passen. Dem war nicht so.
Also sowohl an den Winschbasen Bohrungen anbringen als auch im Rumpf die dort einlaminierte Aluminiumplatte mit Bohrungen und Gewinde versehen. Na, mit den passenden Bohrer / Gewindeschneidsets ein Kinderspiel; muß man haben. gefühlte 20 x in die Backskiste und wieder ´raus; innen dann die schweren Motoren über Kopf an die Winschen montieren; die Schrauben und Schraublöcher kann man nur fühlen. Zum Glück habe ich Ratschenringschlüssel.
Neue Lazyjacks haben wir jetzt auch; Dynema leicht spleißbar in Thimbles. Der Hafen ist bis auf Captanerie und Shipshop tot; Also einkaufen in La Roche Bernard. Austern; muss sein, und Pastete.  Und so kann das Wetter sein: 
Starkwind aus west, dicke Welle vom Artlantik, Regen stündlich, sinnlos, auf See zu gehen. Die Vorhersage prophezeit das bis Ende der kommenden Woche.
Wir haben unsere Freunde auf der Casta Fiore in La Turballe mit dem Womo besucht; die sind da schon Tage eingeweht, auch da sinnlos ´rauszugehen.
Gabriele und Matthias haben wir mit Kölsch beschenkt; wg. Entzug und so….
Dafür gab es ein leckeres Essen; und es wurde Mitternacht. 

Das Womo stand direkt an der Aussenmole mit der Nase in den Wind. Es bekam viel Gicht ab aus den sich dort brechenden Wellen; der Wind hat uns dann in den Schlaf geschaukelt (gerüttelt)

Alternativprogramm:
Zurück nach Köln über Compiegne; der Ort der Kapitulation Deutschland im 1. und Frankreichs im 2 Weltkrieg. Gerade so vor dem Couvre Feu erreicht.
Museum : wg. Corona geschlossen. Warnung vor Dieben; nichts unbeaufsichtigt lassen. Also doch lieber weiter und an einem Ort in einer Sackgasse ein ruhiges Plätzchen gefunden.
Früh dann weiter nach Köln.

 

 

April April oder ein kurzes Vergnügen

10-14 Tage Segeln sollten es werden in Frankreich, ohne Hunde. Die Wetterprognose gut, erst einmal warm. Frankreich, wir kommen und freuen uns sehr.

Am Montag 29.03.2021 haben wir uns den zur Einreise nach FR nötigen PCR-Test besorgt; abends war das Ergebnis dann elektronisch übermittelt da und wir sind am Dienstag früh mit dem Womo und vollem Kofferraum los.
Grenze zu Belgien – keine Kontrollen….Grenze zu Frankreich auch nicht ???
In Frankreich herrscht von 19:00 bis 06:00 Ausgangssperre.
Auf der Autobahn wenige Fahrzeuge unterwegs, so daß wir trotz Weg über die Peripherique von Paris bereits um 14:00 in Arzal waren.  

Beim Tanken dann ein Croissant…..

Das Schiff stand noch an Land unter der neuen Winterplane. Erst mal abplanen. Dann das übliche zu Saisonbeginn: Propeller zerlegen, sauber machen, schmieren, zusammenbauen, neue Anode.
Reinschiff innen und aussen, Segel anschlagen, Leinen anschlagen, Bimini aufriggen mit Solarzellen, 20:00 waren wir es leid und haben uns in´s Womo verzogen, Abendessen mit Aussicht

Am Mittwoch konnten wir um 14:00 einkranen und uns an den Tanksteiger legen; den Rest einräumen. Alle Cafés und Restaurants waren geschlossen, teilweise ausgeräumt. Na ja, so früh in der Saison vielleicht noch keine Kundschaft? Abends sollte Macron reden und es deuten sich Einschränkungen an. Wen man fragte zu Covid in der Bretagne, der winkte ab und meinte : pas en Bretagne! Covid kommt nur in lokalen Hotspots vor und ist ansonsten wenig verbreitet. Auf dem Boot  und auf See schon mal gar nicht.

Donnerstag T-Shirt Wetter; wir haben ausgeschleust und sind mit ablaufendem Wasser schnell aus der Villainemündung und mit 50 cm Reserve unter dem Kiel über die Barre.

Es geht Richtung Priac und weiter nach La Turballe bei leichtem Wind. Dort haben wir im Hafen zum 2. Mal die Schlammbank vor Steiger A getroffen; und haben dann am Tanksteiger auf genug Wasser gewartet, um an einen freien Stegplatz zu kommen. Wenn die Flut einläuft steigt das Wasser sehr schnell. Also verlegt und in den Ort.
Auch hier die Hafenfront – tot. Alles geschlossen, kein Leben. Schade; aber wir sind ja mit Schiff und Einkäufen autark.  Es fehlt was, das ist nicht das gewohnte und geliebte Frankreich.

Freitag Wind 22 Knoten, mit Tendenz über das Wochenende weiter zuzunehmen; eine Front geht durch. Macht keinen Sinn weiter ´raus zu gehen, also zurück nach Priac iund dort die Flut abwarten und weiter in die Villaine zurück.  Die 5 Meilen fuhren wir unter Motor; einen neuen Weg bei Hochflut über sonst trockenfallendes Gebiet. Auch in Piriac ist kein Leben, aber wenigstens hat der Poissonnier auf und wir ergattern Scampis und Austern. Gegen 18:00 ist dann soviel Wasser in der Hafeneinfahrt, das wir loskönnen und mit auflaufendem Wasser die Villaine hoch. Die letzte Schleuse schaffen wir nicht und gehen an den Steg davor. Da liegen noch 2 Schiffe. Ein Franzose kommt freundlich an und möchte beim Anlegen helfen und wundert sich, das das Manöver – natürlich mit Mittelklampe – schon erledigt ist und Yoho fest liegt.
Neue Perpektive für die Sportschiffahrt: Radius 10 Km um den Hafen. Confinement bis 1. Mai. Mist!

Samstag schleusen wir gegen 09:00 ein. Wir finden einen Platz am Kai, wo wir das Womo neben das Boot stellen können. Ausräumen ist so leichter. Bimini und Fock werden abgeschlagen; das Dinghi auf Deck gezurrt und dann muss Yoho an die Mooring. Der Taxibootsdienst des Hafens eingestellt, Hafenbüro geschlossen. Alle Ruderkähne weg bis auf einen, der abgesoffen bis zum Dollbord am Werftsteg lag. Wir musten ja von der Mooring wieder zurück, also den flottmachen. Halb hoch auf den Steg ziehen, so daß das meiste rausläuft und dann schöpfen. 
Tja, und dann rutscht der Plastikkahn zurück in´s Wasser, schöpft sich wieder voll und ich kann nur noch hinterherspringen in den wieder vollen Kahn. Das erste Bad und gar nicht mal so kalt.

Yoho dann an die Mooring verholt, mit 2 dicken Leinen an die Tonne belegt, Batterien abgeklemmt, und mit dem Kahn halbwegs trocken an Land. Tschüss bis Mai, Yoho. Immerhin segelklar und geputzt lassen wir das Schiff zurück.

Wir sind dann mit dem Womo nach Vannes und haben dort Matthias und Gabi auf ihrer Castafiore besucht. Wir konnten uns neben die Capitanerie stellen; Wege vom Schiff zu den Waschräumen waren erlaubt. Stadt und Promenaden waren belebt; die Restaurants verkauften „to go“, viele Menschen ohne Masken. Gegen 19:00 schlagartig alle Menschen weg; eine ausgestorbene Stadt. Matthias hat uns ein leckeres Butterchicken gekocht und wir haben bis in den Morgen geklönt und uns ausgetauscht. Dann auf Zehenspitzen vom Schiff zum Womo, über die dann scheppernde metallene Pontonbrücke. Hinter jedem Baum könnte ja ein Flic stehen und uns wg. Nichtbeachtung der Ausgangssperre angehen.  Sehr spooky, aber hat geklappt.

Sonntag früh dann erst einmal den zur Einreise nach D erforderlichen Schnelltest gemacht und dann los zurück nach Kölle. An den Landesgrenzen wieder niemand, keine Kontrolle. 

Anstatt 14 Tage war es ein Kurztrip. April April.

 

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