Archiv für den Autor: Peter Knüppel

Die Pumpe

Nochmal einVersuch, den Diesel an´s laufen zu bekommen. Immer noch der Wurm drin, mmm, nochmals alles entlüften, und er läuft, und geht aus. Verdammt, was kann das sein. Nochmals die Filter entlüften, und jetzt läuft er.

Nun erstmal einkaufen. Wir liegen im Päckchen. Beim absteigen vom landseitigen Schiff rollt eine Leine weg und ich knalle mir den linken Rippen auf die Bordkante, auuutsch. Das stellt sich dann nachts als sehr schmerzhaft heraus und ich muss mir eine IBU reinziehen.

Prellung oder Rippenbruch, dauert emindestens 2 Wochen mit Schmerzemittel zur Vermeidung von Fehlhaltungen und Ping. Mist; Rücken gerade wieder erträglich und nun das. Bloss nicht Niesen…

Es ist Sonntag, Ike ist von Nantes noch Köln geflogen und Anoes angekommen; mit der neuen Dieselpumpe. Wie nun einbauen und dabei um dem Buch liegen müssen; geht aber irgendwie. Entlüften, der Diesel springt an, und geht aus. Unter die Pumpe ein sauberes Tuch, nochmals Entlüften per Handpumpe, und das Tuch ist nass von Diesel. 3 cm vor der Pumpe ein Loch im Panzerschlauch, wo Diesel Austritt und Luft ein. Dieselleitung gekürzt, entlüftet, und das war es nun in der Summe der Probleme. Motor läuft seit einer Stunde, kein Husten, kein Stottern.

Montag, früh mit dem Hund an den Strand, dann im Bar Tabak einen Grand Creme mit Croissant, und der Tag beginnt gut. Proviantieren, Diesel starten, tanken, und wieder auf See. Der Diesel schnurrt zufrieden und bekommt genügend Kraftstoff.

Mit 2 kn bei Sonne und wenig Wind gehts nun zur Ille de Houat vor Anker und morgen zur Ille de Groix, Port Tudy. Und dann will ich endlich die Ankermaus ausprobieren

Planen, beschaffen, packen….

So……nach Update funktioniert auch der Editor ds Blogs wieder!

Samstag geht es los zum Kahn. Und wieder gibt es etliches an Maintainance, , Klussjes, Onderhoud, Onderhoud, Onderhoud (Ger Rossel, Mr. Onderhoud).

  • ein Bimini. hat Weber Yachttextil im Programm. Ich war dort; alle Schablonen für alle je produzierte Dehletmodelle in Polstern, Persennigen, Sprayhoods etc, alles noch da.. Nebenan die Schlosserei, die haben die Original Decksegmente mit den Befestigungsstiften für alle Bugkörbe, können sofort nachgefertigt werden. Gut zu wissen und dem Dehlerclub als Information zu übermitteln.
  • Navigationsakku, bisher in einer unvorteilhaften Ladekonstellation, nun neu.
  • Solarzellen, mit Aufschalzung auf Ladung alle Akkus
  • Trennung der Akkus mit Idealen Dioden zur Ladung
  • Intelligenter Solarladeregler
  • Integration Wassergenerator in das Ladekonzept
  • neu Scheiben Sprayxhood, wenn die Plexiglasleute das hinbekommen, die richtig im richtigen Radius zu biegen
  • Sprayxhood, Kuchenbude, Sprayhodabschluss mit neuen Rrissverschlüssen
  • Neue Winschtaster
  • Neues Relais Winsch Backbord
  • Ankermaus, also Bwegungssensor am ANKER mit Alarmfunktion, auch über SMS
  • Überholung Aussenborder
  • u.U. ein RIB

Wear an tear, und Ertüchtigung für die weitere Reise in´s Mittelmeer. Also ein Auto voller Ersatzteile und Technik……und dann 2 tage klussen, (Nederlands: schrauben)

Und dann nach Vannes mit Blues, da kommen Ike, Robin, Verena und Othello (The Beast) hin, und dann gehts los…..

Schwierig, immer aktuell zu sein….

Eine tolle Ankerbucht. ein schöner Spaziergang und – wir bleiben über Nacht. Soll auch ganz moderat bleiben, WInd von der richtigen Seite, wir liegen geschützt. Und wie es so am Meer (und Gebirge) ist, man ist seeehr früh müde. Irgendwie ist es verrückt …. Wir gehen in die Koje – aber – es flaut nicht ab. Der WInd nimmt zu, die Schaukelei kein Ende, Peter liegt in der Koje, und Ike … die Prinzessin – naja – aber auf jeden Fall „auf der Erbse“. An Schlafen nicht zu denken. Und wahrscheinlich geht es auch noch einigen anderen so, denn es liegen noch ca. 10 weitere Schiffe vor Anker in der Bucht. Es entschädigt der Morgen mit strahlendem Sonnenschein. Einfach Hochsommer pur, traumhaft. Den  Tag über werden wir die Insel umrunden und es ist traumhaf, eine tolle Bucht nach der anderen. tolle Ausblicke, tolle Vegetation, einTraum. Natürlich bei diesem phantastischen hochsommerlichen Wetter. Ein nettes kleines Dörfchen mit Bar und Restaurant. – Zurück geht es bei immerhin rd. 12kn WInd, es macht Spaß, und es ist ungeheuerlich, wie viele Boote an diesem langen Wochenende unterwegs sind, ganz Frankreich scheint auf den Beinen – aber es ist nie zu voll. Es geht wieder nach Vannes, in die „Eckkneipe“ mit den tollen Austern – die müssen’s halt wieder sein – es geht ohne eben nicht so gut 😊 

Belle Ille, Ille de Houat

Aufs neue herrlich. Wirklich eine „Belle Ile“. Und es ist hier schon richtig was los. Bei den Einheimischen Bretonen sehr beliebt und ansonsten kommen die Franzosen von überall hierher. Und zu 90% Franzosen. Alle extrem freundlich.

Wir liegen im Vorhafen an einer Mooring, hinter uns Düsen die Fähren gekonnt in den Hafen. Der Be- und Entladenetrieb ist immer interessant.

Wir machen uns vormittags zu einer Inselwanderung auf dem sentimental cotière auf; 17 km wirklich längs der Küste, rauf und runter, immer wieder auf Wasserniveau, also schon durchaus etwas anspruchsvoller. Tolle Strandbuchten, herrlichster Sand, sehr sauber alles, tolle Vegetation, abschnittsweise überwiegen immer wieder andere Pflanzen. Blues natürlich immer vorneweg, hinterher ist er fast die doppelte Strecke gelaufen. Und er ist total zufrieden. Wir aber auch. In Locmaria angekommen ist der Durst groß, das Bier kalt und lecker. Und verdient😁🤪Den Rückweg wollen wir mit dem Bus machen. Und Peter hat die Verbindung herausgesucht. Auf geht‘s. Nur der Bus kommt nicht. Tja, doof gelaufen, wenn man den falschen Fahrplan zugrunde legt. Also entweder 2 Stunden warten oder marschieren. Na was soll’s, auf die paar mehr Kilometer kommt es jetzt auch nicht mehr an, und dann „Daumen raus“- man sagte uns das funktioniere ganz gut. Und tatsächlich, nach ca. 2 km werden wir mitgenommen. Alle drei auf der Rückbank. – so sind wir dann schnell wieder in La Palais, und auch dort schmeckt erfahrungsgemäß das Bier recht gut, dieSonne schneit noch, Zeit genug haben wir ja, also „nix wie rein in die gute Stube“. Leider ist mein zu schnell getrunkenes zweites Bier dann doch schlecht; ich schaffe es zwar schadlos an Board, Peter muss ja immer rudern, – an der Stelle halte ich nichts von Gleichberechtigung -, aber angekommen mag ich nichts mehr essen, eigentlich wollte ich eher „sterben“. So schlecht ist mir. Aber auch das ist dann später überwunden im Tiefschlaf, und Peter kann beruhigt sein Buch zu Ende lesen 😁🌝

Schwachwind ist angesagt, dazu hochsommerlichen Temperaturen – alsoauf zur Insel D‘Houat. Dort in eine zu drei Seiten gesicherte Bucht. Es liegen jetzt mittags hier ca. 20 Schiffe vor Anker. Die ersten unerschrockenen Franzosen nehmen ein Bad – ich schließe mich allerdings bei knapp 10 Grad Wassertemperatur nicht an. Wunderschön. Naturbelassen, ruhig. Vielleicht bleiben wir hier über Nacht.

La Trinité

Als nächste Station laufen wir La Trinite sur Mer an. Der Ort ist recht langweilig, toll zu sehen allerdings die hier stationierten riesigen Trimarane. In 40 Tagen und 8 Stunden um die Welt ist der letzte Rekord.

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Wie in und um alle Orte in der Bretagne, die wir bisher besucht haben, ziehen sich endlose toll angelegte Wander- und Radfahrwege entlang der Küste. Jetzt wenig frequentiert, idyllisch, mit tollem BLick aufs Meer, üppige Vegetation, immer grün. Es macht sehr sehr viel Spass. Ein wunderbarer Flecken auf unserer Erde.
Und auf gehts weiter zur Belle Ile. .