Archiv für den Autor: Peter Knüppel

Ile de Sein, St. Evette Moorings bei Audierne – Loctudy – Glenans – Loctudy

Es bleibt windig, und wir laufen aus. Am Wind gehts zum Raz de Sein, die Bedingungen werden moderater und dann entschließen wir uns, die Ile de Sein anzulaufen für einen Kurzbesuch. Wie immer ist es vor Ort weiter und breiter als man es den Beschreibungen und der Seekarte entnimmt. Wir ankern in Lee der Halbinsel zum Leuchtturm und machen das Dinghi klar. es steht so um die 70 cm Welle und umsteigen ist dann etwas balancieren, bei aufgehender Welle einsteigen. Einmal um die Insel und einen Cidre vom Fass, 2,5 Stunden später sind wir wieder auf dem Weg und es geht die Küste halbwindig um die Ecke nach St. Evette, an die Mooring des Rettungsbootes hinter der großen Mole. 96.- Euro haben wir gespart, denn wir wollten alternativ von St. Evette mit dem Bac zur Insel übersetzen…das werden wir im Amiral in Concarneau in Essen umsetzen und Kommissar Dupins Lieblingsgericht testen.

In St. Evette kommen wir spät an, die letzte freie Mooring ist die des Rettungskreuzers, der nicht im Wasser liegt. Also nehmen wir die. Die Nacht ist ruhig.

Weiter gehts um die Penmarch Halbinsel erst halbwindig dann raum nach Loctudy. Schönes Segeln, aussen um die ganzen Felsen und Riffe, alles gut betonnt.

Lesconil und Guilninec können wir nicht anlaufen, die Wetterprognose macht das Auslaufen bei viel Welle über ausgedehnte Flachs risikoreich. Better safe than sorry! Also Loctudy. Wir bekommen einen der letzten Liegeplätze in einer Boxengasse, die kaum breiter als unsere Schiffslänge ist. Rückwärts einparken bei Seitenwind, alle rennen auf Ihre der Boxengasse zugewandten Hecks oder Bugspitzen in Erwartung eines missglückten Manövers um Abzuhalten. Aber es klappt perfekt, Bugstrahlruder ist schon hilfreich. Und die an Land bereitstehenden Helfen freuen sich, das sie noch nicht mal Leinen annehmen müssen. Der Hafenmeister meinte, er hätte starke Bedenken gehabt, das das klappt.

Es gibt ein Schönwetterfenster, also schnell noch mal zu den Glenans. Fantastisches Wetter, gute Kneipe ohne Touristen nach Abfahrt des letzten Bacs, Speisefolge Austern, Palourdes, Dorade Grise vom Grill, dazu Gemüse geschmort, Käse, ein leckerer kalter Weißwein.
Und dann nochmal allemann und Hund an Land, in den Bucaneer auf einen Absacker.

Um 08:00 gehen wir Anker auf wieder nach Loctudy, es soll eine Regenfront durchgehen. Die kommt auch, in 1,5 Stunden sind wir bei 19 kn Halbwind in Loctudy und patschnaß. Erstmal alles in´s Bad zum Trocknen mit Heizgebläse, vorgezogener Mittagsschlaf und dann mit dem Bac rüber nach Ile Tudy am Strand entlang wandern.

Moren werden wir Räder mieten und Lesconil und Guilvinec ansehen radeln. Und dann gehts nach Concarneau, ab Mittwoch beginnen die Fetes des filets Bleues.

 

 

 

 

 

 

Brest – Aulne – Camaret – Douarnenez

 
In Camaret sind Anoes und Johann von Bord und wir weiter nach Brest. Unterwegs entdecke ich wieder Wasser in der Bilge, wir Pumpen das erneut ab und nun ist klar, das es bei einem bestimmten Füllstand aus dem Frischwassersystem austritt. Das ist zu finden. In Brest treffen wir Eberhard, der sitzt schon wartend in einem Restaurant und wir sehen uns ausgiebig Brest an. Das Marinemuseum, mit der Seilbahn dann die alten Marinewerkhallen. Die sind fantastisch umgenutzt, eine riesige mehrschichtige Hallenanlage mit Einbauten, noch alten Maschinen darin, einem perfekten glatten Boden und sicher drei Fußballfelder groß. In einem Modelbauladen finde ich ein LIPO-Aku für die Ankermaus, jetzt piept sie wieder. Abends gehen wir weiter in den 2. Yachthafen, Port du Moulin Blanc, und sehen uns dann am nächsten Tag das Oceanarium an.
 
Das ist sehr eindrucksvoll, so fantastische Aquarien habe ich noch nirgendwo gesehen. Und natürlich Kommissar Dupins Pinguine.
 
Im Hafenbüro erwische ich einen Revierführer nur über die große Rade de Brest und wir beschließen, in das hinterste Zipfelchen und dann ein Stück die Aulne hochzusegeln. Die geht dann nach einer Schleuse in den Kanal Nantes a Brest über.
Wir finden einen schönen Ankerplatz, aber der Anker hält beim ersten Mal nicht und muss nochmals gesetzt werden, dann gräbt er sich richtig ein. Blues kommt nach Landgang – bei Niedrigwasser – ziemlich verschlammt wieder an Bord. Also mit viel Wasser abspülen.
Wie immer, haben wir leckere Sachen im Proviant und füttern – mal wieder – Austern.
 
Weiter gehts nach Camaret, schönes Segeln am und halb, später raumwindig. Dort genießen wir das schöne, saubere und dieses Jahr durchaus wärmere Seewasser und schwimmen ausgiebig; ich lieber nicht, jede Bewegung schmerzt in den Rippen. Langwierige Sache. Im Supermarkt wird der Proviant ergänzt, im Shipshop Gas und ein bretonischer Single Malt Whiskey erworben. Alternative zum Ricard.

Wir haben Zeit und ich nehme mir mit Eberhard die Ankerkette vor, alles raus und auf den Ponton und abgeschrubbt, dann die Kettenlast ausgespült und ausgepumpt. Dabei bricht die Whale-Pumpe; immer wieder unglaublich, wie schlecht die mechanische Qualität mancher Ausrüstungsteile ist…
Es geht nochmals an den Strand und Blues ist vom Schwimmen zwischen uns und Dummyverbuddeln total fertig.
 
Und dann geht es weiter nach Douarnenez. Wir sehen uns die Stadt an, und gehen in dem kleinen Restaurant über der Küste essen.

Erst eine, dann 2 Nächte. Der Wind paßt nicht, wir möchten zur Ile de Sein. Wind aus dem nördlichen Quadranten ist da schlecht, es gibt einen von Flachs und Felsen umgebenen Ankerplatz. Wird wohl Nichts bei NNWund W, mal sehen. Vielleicht als Tagesvisite.
 
In der Markthalle suchen wir uns was leckeres zusammen, Austern, Palourdes und Bigourneaus, Französischen Kabeljau in Curry, Gemüse geschmort in Curry, unglaublich leckerer Käse, das ist unser Abendessen. Avec du Vin Blanc.
 
Gute Nacht!
 
 
 

 

M

Ille de Houat

Wir haben vor einer ruhigen Felsbucht geankert und hatten eine ruhige Nacht bei ablandigem Wind.

Früh morgens ´raus mit Blues an den Sandstrand, goldgelb, keine Fussspuren. Blues flitzt die Felsen hoch erst einmal spazieren gehen.

 

Anker auf und bei wenig Landwind mit 1-2 kn los. Gegen 13:00 setzt der Seewind ein und bei herrlicher Sonne geht es am Wind mit 5-6 kn bei glattem Wasser Richtung Lorient, Port Louis. Dort bekommen wir einen  Längsliegepltz am Aussenateg, schön hoch der Steg, so daß meine Rippen geschont werden. Im Ort ist Nachtmarkt mit einigen Musikern vor den Cafés, schön zu sitzen und zuzuhören. Anoes ersteht an einem Gewürzstand eine Currymischung und wir kochen uns damit ein herrliches Hühnercurry zum Abendessen. Noch ne Pille einwerfen, und dann gehts in die Koje. Nachts umdrehen wird wieder ein – schmerzhafter – Spaß. Und Husten auch, besser nicht.

Morgen geht es nach Port Tudy Ille de Groix.

Endlich weiter, Genussegeln

Nochmal einVersuch, den Diesel an´s laufen zu bekommen. Immer noch der Wurm drin, mmm, nochmals alles entlüften, und er läuft, und geht aus. Verdammt, was kann das sein. Nochmals die Filter entlüften, und jetzt läuft er.

Nun erstmal einkaufen. Wir liegen im Päckchen. Beim absteigen vom landseitigen Schiff rollt eine Leine weg und ich knalle mir den linken Rippen auf die Bordkante, auuutsch. Das stellt sich dann nachts als sehr schmerzhaft heraus und ich muss mir eine IBU reinziehen.

Prellung oder Rippenbruch, dauert emindestens 2 Wochen mit Schmerzemittel zur Vermeidung von Fehlhaltungen und Ping. Mist; Rücken gerade wieder erträglich und nun das. Bloss nicht Niesen…

Es ist Sonntag, Ike ist von Nantes noch Köln geflogen und Anoes angekommen; mit der neuen Dieselpumpe. Wie nun einbauen und dabei um dem Buch liegen müssen; geht aber irgendwie. Entlüften, der Diesel springt an, und geht aus. Unter die Pumpe ein sauberes Tuch, nochmals Entlüften per Handpumpe, und das Tuch ist nass von Diesel. 3 cm vor der Pumpe ein Loch im Panzerschlauch, wo Diesel Austritt und Luft ein. Dieselleitung gekürzt, entlüftet, und das war es nun in der Summe der Probleme. Motor läuft seit einer Stunde, kein Husten, kein Stottern.

Montag, früh mit dem Hund an den Strand, dann im Bar Tabak einen Grand Creme mit Croissant, und der Tag beginnt gut. Proviantieren, Diesel starten, tanken, und wieder auf See. Der Diesel schnurrt zufrieden und bekommt genügend Kraftstoff.

Mit 2 kn bei Sonne und wenig Wind gehts nun zur Ille de Houat vor Anker und morgen zur Ille de Groix, Port Tudy. Und dann will ich endlich die Ankermaus ausprobieren

Update

Samstags 06:00 los und gegen 16:00 in Arzal angekommen. Yoho von der Mooring geholt und begonnen einzuräumen. Als erstes die neuen Windschutzscheiben montiert und die Sprayhood wieder aufgetakelt. Dann das Bimini. etc. das ist die Liste

ToDo bzw. erledigt:
 
  • Neue Windschutzscheiben montiert
  • Sprayhood neu justiert und neue Gripper montiert
  • Bimini Montiert, trägt aber die Solarzellen nicht
  • stört sich mit dem Radarmast, also Radarmast samt Radar demontiert, muss in Köln verlängert werden
  • Am Radarmast befestigte Antennen umgesetzt und provisorisch verkabelt
  • Verstärkung Bimini provisorisch gebaut
  • Solarzellen montiert und verkabelt
  • Solarregler angeschlossen, preiswert aus dem Internet, leider sofort abgequalmt, innere Sicherung aber nicht durchgebrannt?
  • Victron Regler beschafft und angeschlossen
  • Motorausfälle, Dieselpumpe ausgebaut und geprüft, Membran beschädigt, in Frankreich nicht beschaffen, in Deutschland kurzfristig auch nicht. Ger hat sie in Rotterdam bei den beiden Hafenladys bekommen und Anoes bringt sie mit.
  • Hakelige Morsesteuerung von Volvo, Mechanik durch NoName Nachbau ersetzt, läuft butterweich
  • Gruss von Frau Lonneke: die Pumpe ist in den meisten Ländern ausverkauft, großes Glück gehabt.
  • Elektrische Dieselpumpe beschafft und Motor an´s laufen bekommen. 
  • Bakterienkontamination Diesel beseitigt
  • Navibatterie ausgetauscht und Ladereglung geändert
  • Ankermaus Elektronik eingebaut und verkabelt, aber Maus noch nicht getestet
Dann von Arzal am Mittwoch endlich los nach Piriac.
Und am nächsten Morgen früh los; in der Hafenausfahrt stirbt der Motor ab. Ich konnte mich Freisegeln, also vorsichtshalber direkt nach Le Crouesty.
Monteur von Yanmar? Nicht vor 2 Wochen. Dieselpumpe? nicht lieferbar. Elektrische Dieselpumpe? Vielleicht Freitag nachmittag. Also her damit.
Eingebaut, Motor läuft, und weiter nach Vannes, wo Ike, Verena und Robin am Freitag Abend ankommen.
 
In Vannes ist was los, Mittelalterfest und Feuerwerk zum 14. Juli.
Weiter zur Ile des Moines vor Anker, WM-gucken an Bord ist hakelig aufgrund der Internetüberlastung. Frankreich gewinnt. We are Champion!

Auto vorgebracht nach le Crouesty, und was passiert? im Anlauf stirbt der Motor ab, Robin muss pumpen, und dann geht es. Dauerhaft ist das keine Lösung.

Probennahme aus dem Dieseltank; Bakterienschlamm! Erinnert an Danzig, bzw. Lena in Polen. Ich bin also los und habe mir in den Bootsservicebetrieben leere Altölkanister zusammengebettelt und einen Abscheidefilter beschafft. 

 
Crew von Bord an den Strand geschickt mit Weisung, nicht vor 3 Stunden zurückzukommen.
 
Hantieren mit Diesel im Boot ist eine Sauerei, Kleckern kaum vermeidbar. Absaugen mit elektrischer Pumpe am Tiefpunkt des Tanks; und was kommt zuerst? Eine nennenswerte Menge Wasser! Also vorsorglich mal die Tankdeckeldichtung wechseln.
 
120 Liter kontaminierter Diesel ab auf die Dechetterie, die das Zeugs auch bereitwillig und kostenlos angenommen haben.
 
30 Liter konnte ich filtern. 20 Liter aus dem Kanister dazu. Und dann, wieder geht der Motor aus. Muss also Luft im System sein; tja….vielleicht noch in den Doppelfiltern? Genau, da gab es 2 Luftpolster, die den Dieselstrom abreissen ließen so daß die Pumpe nicht fördern konnte. Und nun schnurrt der Motor mit der elektrischen  Dieselpumpe wieder.
 
Tja, und die wollte ich auf ihre Fähigkeiten selbstansaugend zu sein prüfen. Der Pumpentyp poppt sofort bei Amazon auf; ich habe 10 fach zu viel bezahlt……man nimmt´s von den lebenden.