Archiv für den Autor: Peter Knüppel

Planung 2023

2023 soll es in das Mittelmeer gehen. Im April mit dem Womo nach Portosin, mit dem Boot bis Vigo, dann durch Spanien zurück. Im Juni dann weiter über Porto, Lissabon bis Albufeira und im Herbst dann über Gibraltar in das Mittelmeer nach vermutlich Almerimar. 
Viel zu planen und zu überlegen.

 

Winterlager

10. September, ich gehe nochmal nach Spanien, Boot Winterklar machen.
Abflug mit Ryanair ab Frankfurt Haan (Holzklasse, schrecklicher Flughafen, dem man die Amiairbase ansieht) nach Santiago, weiter mit dem Taxi nach Portosin. Morgens um 01:00 bin ich an Bord, alles in Ordnung. Es ist mit 22° C gut warm.
Am nächsten Morgen erst einmal Frühstücken gehen. Ich treffe einige andere spanische Segler im Café und das Thema sind natürlich: Orcas!  Was hilft? Firecrackers! Also mal zuhause suchen, ob es welche gibt, die man auf das Wasser werfen kann. Helfen soll Lärm, Hämmern an ins Wasser gehängtem Stahlrohr. Könnte auch ein Notruder sein, das will ich vorsorglich bauen.

Unsere Pakete mit den Winterplanen und anderer Ausrüstung sind angekommen und ich packe den Kram an Bord. Ich mache das Boot klar und am Nachmittag gehe ich nach Muros, das sind nur 5 Meilen.

Kaum noch Segler, einige bekannte Gesichter haben sich entschieden, in Muros mit ihren Schiffen zu überwintern.

Way of Life, Kippe abstellen, schnell einen Café, weiterrauchen…..

Dann geht es weiter in den nächsten Ria, nach Ribeira. 26 Meilen. Unter Land motort eine Gruppe von 3 Yachten eng beieinander; wohl aus Angst vor den Orcas, den Killerwalen. Ich segele und komme gut voran, die Einfahrt in den Ria de Arousa ist knifflig, die Felsen und Tonnen sind aber gut zu sehen.

Ein Angler fährt mir mit seinem kleinen Motorboot fast vor den Bug und flucht fürchterlich auf Spanisch; Segler haben Vorfahrt. Ob er das wußte?

Ribeira ist ein Fischereihafen. Von der Galerie des Restaurants der Fischereigenossenschaft kann man beobachten, was da angelandet wird; überwiegend Sardinen.

Dort Fisch zu essen ist unschlagbar günstig. Ich mache mir einen ruhigen Tag, gehe abends raus vor Anker, es wird eine ruhige sternklare warme Nacht.

Und dann geht es zurück nach Portosin. Und erst einmal an die Tankstelle.

Am nächsten Tag wird ausgekrant, also gibt es noch einiges vorzubereiten. Antennen und Radar müssen demontiert werden, sonst passt der Travellift nicht über das Boot. 
Yoho wird abgekärchert, kaum Schleim und kein Bewuchs am Rumpf, aber am Prop Bewuchs. Hatten wir noch nie!

Verfahren und dann mit der Nase im Wind an Land aufgebockt steht das Boot sicher, und ich plane es ab, die Netcam kommt in den Mast. 2 Tage Segel abschlagen, aufräumen und sauber machen, konservieren bei warmem kurze Hosen Wetter.

Zum Glück konnte ich den Flug umbuchen und 3 Tage vorziehen, Samstag 06:30 kam das Taxi zum Flughafen und im Direktflug ging es zurück nach Han in den verregneten kalten Hunsrück und nach Köln. 

Im Gepäck die übliche lange ToDo Liste über notwendige Ersatzteile, Repararturen etc.
Immerhin: Der Austausch der Bordakkus gegen die LiFepho Akkus hat sich gelohnt; es gab keinen Strommangel.

 

Rückreise, Pamplona, Landes

02.08.2022, Dienstag

Yoho liegt gut am Steg, alle Leinen sind doppelt geschoren und die Hafenmeister haben versprochen, auf das Boot aufzupassen.

Wir haben schon am Vorabend gepackt und starten gegen 08:00 Richtung Pamplona. Das steht noch auf der „Löffelliste“; Fiesta nochmals gelesen.

Die Fahrt geht stundenlang über Leon und Burgos über eine endlose Hochebene voller Getreidefelder. Jedes Fleckchen ist genutzt; so muss es auch in der Ukraine aussehen. Dann wird es wieder bergig dort, wo Hemingway Forellenangeln war.

Wir haben ein preiswertes Hostel gefunden und machen uns auf in die Altstadt. Zuerst die Arena besuchen, sehr eindrucksvoll mit Filmen und Audioguide. Dann in die Altstadt den Encierro ablaufen und von Bar zu Bar zu Canon (Bier) und Pinxos. Pamplona soll die Stadt mit der höchsten Lebensqualität Spaniens sein. Bars, Kneipen, Restaurants ohne Ende.

Um Punkt 08:00 betreten wir eine noch offene Boutique; eine Dame wird noch bedient. Ike zieht ein Kleid aus dem Ständer und wir bekommen den harschen Hinweis, das nichts mehr geht und mir morgen wieder kommen sollen, ab 10:00. Ähnliches habe ich bei Friseuren erlebt. Kein Kunde, spontan Bart schneiden geht aber nicht. Termin machen bitte, frühestens nächste Woche. 
Frage ich mich, wohin die EU Unterstützung bei solch durchgängiger Haltung dann fließt und wie das gerechtfertigt wird.
Siehe auch meine Erlebnisse mit den Frogs. Nun also auch die Dons.

Cedeiro

23.07.2022, Samstag

Die Sonne scheint, die Wolken sind weg, die gute Laune kommt zurück. Wir lagen ruhig und geschützt vor Anker in einem kleinen gottverlassenen Ort namens Cedeiro. Anhand der Menge der Cafés und Quartiere sicherlich während der spanischen Sommerferien ein Hotspot.

Anker auf, nichts tut sich. Ursache: eine lose Schraubverbindung am Sicherungsschalter der Ankerwinch unter Deck. Also 13er Schlüssel, drei Umdrehungen, und die Welt ist wieder in Ordnung.

Wie gut, das ich die ganze Ankerwinchelektrik aus dem Ankerkastenunter Deck ins trockene verlegt habe.
Schwierig ist, dass die verlängerte Kette sich Im Einlauf auf stapelt und es dann einen Stau gibt. Möglicherweise muss man 5 m kürzen.

Bei elf Knoten halbwindig rauschen wir jetzt mit gesetztem Code O mit 7 kn Richtung A Coruna. Keine Wolken, die Sonne scheint, Wassertemperatur 15,2°. Wenn das so weitergeht verkauft Ike ihren Badeanzug.

15.00 liegen wir fest, Räder ´raus und in die Stadt und mit Ikes Rechner und den Mobiltelefonen in den örtlichen Appleshop. Dort klappen alle Verbindungen auf Anhieb; an Bord wieder nicht.

Radtour an die Südseite der Halbinsel; an den Strand und dort mal die Füße ins Wasser halten. Geht so, aber nicht warm wie in Hendaye, dort Aren es 22,5° !

Morgen werden wir radeln und zu dem Glasaufzug zu dem Aussichtspunkt fahren.

Punta da Estaca de Bares

20.07.2022, Mittwoch

Sonne, die Wolken sind weg 😀.

In Ribadeo gibt es zwar ein Wifi, das aber nicht stabil ist. Für Ike zum Arbeiten leider wieder nicht.

Reinschiff, Wasser tanken, gegen 12:00 sind allen anderen Schiffe schon weg und brechen ebenfalls auf Richtung des ersten Rias, Ria de Viveiro. 28 Sm. RIAS sind fjordartige tiefe Küsteneinschnitte, in denen gute Häfen sind und auch geschützte Ankerplätze. Mit 8-10 kn Wind am Wind geht es gut voran, dann müssen wir 1 Stunde Motor einschieben und nun läuft es wieder mit 6,5 kn halbwindig. Von Westen zieht Bewölkung auf, morgen soll es regnen.

Die Punta da Estaca de Bares ist in Sicht, das ist der nördlichste Punkt Spaniens. Ab da ist der Wind auch aus West unser Freund, denn die Küste fällt aus der westlichen in eine südwestliche Richtung ab.