Archiv für den Autor: Peter Knüppel

Licata

Licataleben

Boot klarmachen, Segel anschlagen, Solarzellen montieren, das übliche.

Happy hour

und gute Pizza

Erstes Abenteuer

Gut in Catania gelandet ist der Bus 2 Minuten weg. Der nächste fährt in 2 1/2 Std. Also nehmen wir ein Taxi. Der Fahrer scheint nicht der sicherste und es dämmert. 20 km vor Licata nimmt er eine Abzweigung und die Straße ist extrem schlecht, Babybadewannengroß0e und tiefe Schlaglöcher. Und schon knallt das Vorderrad in ein tiefes Schlagloch, das Hinterrad auch, das Auto hebt mit allen 4 Rädern ab und die Landung ist hart. Kontrolle ergibt eine völlig zerdengelte Vorderradfelge, Luft weg.

Schlagloch 35 cm tief, 1 Meter breit quer zur Fahrbahn. Unbeleuchtet, nicht markiert. Das ganze in der Pampa, Mobilfunk schwach. Anderes Taxi herzitieren klappt nicht.Pannenhilfe auch nicht.Ersatztaxikollege findet uns nicht. Das ganze im Dunkeln, einige neugierige wilde Hunde nähern sich vorsichtig.

Kein weiteres Auto kommt vorbei.Lieber Taxifahrer, wo ist dein Ersatzrad. Nach einigem hin und her dann mit Martin unter Zuhilfenahme der Beleuchtung von drei iPhones das unter dem Fahrzeug montierte Ersatzrad heruntergelassen, gelöst, Wagenheber genommen und das Rad getauscht. Eine Sache von 20 Minuten und wir waren wieder fahrfähig, und nur noch 20 km bis Licata. Und unter scharfem Auguck konnten wir etliche gleigroßer und größere Schlaglöcher im letzten Augenblick umkurven oder ausbremsen und durchbummeln. Der Taximann wollte dann wg. unserer Hilfe kein Geld nehmen, was wir aber abgelehnt und den vereinbarten Fahrpreis bezahlt haben. Der Arme…

 

Wir waren spät am Boot, Seesäcke siehst du, was in die Kuchenbude und ab an die Hafenkante etwas essen. Riesenhunger. Und die Idee, dass wahrscheinlich zum Essen dann auch noch eine Bruschetta dazugehört. Also haben wir jeder eine bestellt.

Überraschung: für jeden ein Riesenteller mit für jeden sechs Bruschette. Das war dann schon wieder Arbeit. Gegen 23:00 Uhr, dann alle Mann zufrieden zur Koje. Spannender Tag.

P.S.:
Heute beim Grillen kannten die meisten diese wohl berüchtigte Abkürzung

2025 – der Plan

Morgen nachmittag geht es los nach Sizilien; Licata.
Ich fliege mit Steffi und Martin, Ike kommt 2 Wochen später nach Zakynthos. Und da sind wir schon mitten drin im Plan:
Mai-Juni rüber ins Ionische Meer, um die Peloponnes mit Stop und Crewechsel in Kalamata. Weiter durch die Aegäis mit Ziel Mykonos und nach Athen. Da bleibt YOHO im Juli und August in der Olympic Marina.
September – Oktober geht es weiter Richtung nördliche Aegäis, Euböa, Chalkidiki, Thessaloniki und Kawala. Da haben wir das Winterlager.

Freue mich schon auf die Community in Licata, das Wetter wird mit 10-12 Sonnenstunden die kommende Woche gut. Und auf die Pizza….

 

Calpe, und vorher

Wir motoren. 08:00 Anker auf und los, jetzt Benidorm gerade vorbei. Welch eine schreckliche, mit Hochhäusern zugebaute Seefront. Da möchten w ihr nicht sein. Noch 2 Stunden bis Calpe, das ist unser Absprunghagen nach Ibiza und wir werden dort einen Hafentag einlegen. Boot checken, tanken, Ölwechsel vor der Überfahrt. 
Das Wetter war heute überwiegend wolkig, kurze Sonnenlöcher, schwachwindig bis jetzt, nun haben wir 4-5 Kn Wind von vorne aus NO und es baut sich eine Regenfront vor uns auf. Mal sehen, ob wir trocken durchkommen. 19:00 sollten wir fest liegen, unser Liegeplatz ist schon klar E285, römisch – katholisch.

 

Es geht wieder los, fitting out

1 Woche Zeit zum Ausrüsten und vorbereiten habe ich mir vorgenommen. ;it Handgepäck, 2 schweren Taschen und der 2,30 m langen Gangway als Sperrgepäck geht es los ab Düsseldorf. Extra früh, damit der Sperrgepäck Checkin auch klappt.Abflug 10:25 ab Düsseldorf, also 08:00 da sein. Ike fährt mich.

Gute Idee; am Flughafen angekommen bin ich in 15 Minuten eingecheckt mit allem Gepäck, und dann heißt es wieder langweiliges warten. Und dann hat Iberia fast 3 Stunden Verspätung. Anschlussflug in Madrid weg, also den späteren nehmen. Wird knapp mit der Abholung des Leihwagens bei Europcar. Eine freundliche Iberia Mitarbeiterin ruft für mich dort an und man wartet auf mich. 20:10 habe ich das Auto, einen Renegade.
Und um kurz vor 22:00 bin ich am Boot. Luken auf, Strom an, ab in die nächste noch offene Taperia und ein Ankommerbier nehmen, ein großes!
Es ist windig, im ganzen Hafen ein schrilles Pfeifen und Heulen des Windes in Masten und Stagen. Wenige Fallen klappern das Boot hat leichte Krängung, ich schlafe gut ein.

20.03.2024,
Es ist warm und windig, durchweg über 20 kn manchmal 30 kn aus Ost. In der Abdeckung der Gebäude geht es, aber Segel anschlagen wird schwierig, abwarten bis der Wind mal nachläßt, abends oder ganz früh. Immerhin sind sie fertig und durchgesehen, abends am nächsten Tag gehts dann tatsächlich.

Die nächsten Tage dann den Anker abschlagen, vom Dinghi den Ankerbeschlag mit der Schablone des neuen Ankers ausprobieren. Paßt nicht, also den Führungsbügel abflexen und zum ändern mit nach Köln nehmen. Motor testen, springt sofort an. Gangwaybeschlag einbauen, klappt gut. Die ist sicher zu begehen. Sonnenschutz Sprayhood Befestigungsknöpfe anbringen. Deck sauber machen und Teak mit Owatrol satt einpinseln.Entwässerung des Backbord Schootenkanals austauschen, dazu den aussen Abflexen. Baum Endbeschlag am Mast neue Gewinde schneiden und verschrauben. Kederschienen Segelkleid neu vernieten, Segelkleid anschlagen, Lazyjacks anschlagen, Deck und Aufbau putzen……und dann kam leider Kalima!

Ich bin einmal nach Roquetas del Mar gefahren; dort gab es einen Werkzeugladen. Eine schreckliche Bettenburgstadt. Ein kleinerer Sportboothafen, nicht sehr attraktiv, aber zur Not….

Auf dem Weg dahin Kilometer und Kilometer durch Folientreibhäuser. Davor Container, in denen krumme nicht marktgängige Früchte abgefahren werden. Und riesige Parkplätze für Sattelzüge, mit denen das Gemüse in Europa verteilt wird.

Ausgekernte Paprika, wohl zur Samengewinnung

Schlangengurken, wohl wahr…

Wirtschaftweg zwischen den Foliengewächshäusern

 

Ich von der Mastkamera aus fotografiert.

Tja, und dann ging es am 26.03.2024 über Madrid zurück. Flugzeug wieder deutlich verspätet, in Madrid Marathon und als letzter noch gerade durch das Gate und zurück in´s kühle Köln.
In 4 Wochen geht es dann los.