Archiv für den Tag: 8. August 2014

Auf der Flucht vor Bertha

Bertha kommt! Ein „Rest“- hurrican, der das Wetter negativ beinflussen soll, Starkwind und Regen. Und aus der falschen Richtung. Also müsen wir vor dem Wind in geschützen Gewässern sein, kleiner Belt am besten.

Also Wecken um 04:00, die Brücke öffnet pünktlich um 05:00. Unter Motor geht es die 10 sm nach Hals und dann ´raus Richtung Grenaa.

Es kommt Nebel auf und bald ist die Sichtweite weniger als Fahrwasserbreite. Keine Orientierung mehr. pottendicht. Darüber blauer Himmel sichtbar.

Nebel1

Mit Kartenplotter, AIS und Radar geht es weiter, Kurshalten ohne diese Hilfen ist fast unmöglich. Und tatsächlich kommt Berufsschiffahrt entgegen, ein freundlicher Achtungstut und dann ist das Biest sichtbar; ein Kümo.

Nebelschiff

Und danach wieder Milchsuppe. Erstaunlich, das Foto zteigt mehr als sichtbar war ???

Nebel2

Kam erst bei 200 m aus der Nebelwand.

Ich entschließe mich, Hals anzulaufen, und abzuwarten. AIS meldet die Fähre vor Hals, wir lassen sie vor uns passieren und gehen in den Hafen an den Kai.  Es gibt einen Supermarkt und wir bunkern Lebensmittel nach. Nach einer halben Stunde reißt es auf und die Sonne setzt sich durch. Ablegen und los nach Grena. Gegen 17:00 kommen wir an und in warmer Sonne geht´s an den Strand.

Alborg

Von Vanö bis Logstör konnten wir segeln. In Logstör haben wir das Frederikskanalmuseum angesehen. Der Ort war zur Segelschiffszeit deutlich belebter als jetzt. Welche Mengen an Gewerbe sich um die Häfen angesiedelt hatten ist unglaublich. Von Logstör bis Alborg hats meist geregnet und wir mußten die teilweise sehr enge Fahrinne im Tonnenstrich fahren.
Unterwegs – durchgehend Internetempfang – haben wir uns über Aalborg informiert und dort ein Sushi-Restaurant ausgesucht.

Anlegen in einem Regenschauer, wir finden noch einen Platz am Werftkai.

Von dort bis in die Stadt laufen wir an den 2 Klappbrücken vorbei, die wir noch passieren müssen. Leider haben die nicht durchgehend auf sondern morgens erst wieder um 05:00. Vor dem Restaurant hätten wir auch anlegen können und die Brücken schon hinter uns gehabt. Nächstes Mal!

Das Restaurant heißt Fusion, sehr chic eingerichtet. Sushi vom feinsten, so gutes haben wir noch nicht gegessen. Und perfekt püräsentiert. Ike hat eine Sashimiauswahl gegessen, zubreitet auf einem Eisbett, und ich eine Auswahlvon Sahimi und Sushi. Unbedingt zu empfehlen.

Das Hafenviertel wird auch hier umgenutzt, Schiffahrt, besonders Kleinschiffahrt verschwindet. Wie im Rheinauhafen und anderswo; moderne Gebäude und dezente Umnutzung alter Hallen. Auf dem Rückweg kommen wir an der Alborg Brennerei vorbei. Auf großen Tanks sind die verschiedenen Aquavitsorten angeschlagen; es gibt mindestens 10. Die Brennerei steht auch noch zur Besichtigung an; ein andermal.