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Zu faul….

Es ist schwierig und oft fehlt die Zeit, wenn es um das aktualisieren des Blogs geht und Fotos von Orten, wo wir schon waren, sind auch nicht immer sinnvoll erneut einzustellen.

Wie immer, gibt es Schäden und Verschleiß:

Ankerwinsch – Motorgehäuse durchgerostet, Kontakte korrodiert, zu ersetzen.
Im Zuge dessen dann verlegen der Relais und Elektrik aus dem Ankerkasten in den trockenen Bereich des Bugkammer.
Das hoffentlich letzte Leck:
Immer wieder Süßwasser in der Bilge. Und endlich die Quelle gefunden; ein Riss im vorderen Wassertank. Um den auszubauen musste der gesamte Salon zerlegt werden, das kann man jetzt überall den Rumpf sehen und den Schnodder, der sich da so angesammelt hat, also reinigen und Rumpf innen mit Bilgenfarbe neu malen.
Und die Wasserschläuche….alle sind auszutauschen.

Den Tank habe ich mitgenommen und ich hoffe, das er geschweißt werden kann.
In 4 Wochen oder erst im Oktober geht’s dann zum Kahn, alle Arbeiten erledigen, vielleicht noch etwas segeln, und das Schiff für das nächste Jahr fertigzumachen.
Über Winter soll Yoho an Land, das erste mal seit 10 Jahren. 

Der Törnverlauf:

Datum Tag       Stecke
Juli          
5 Fr Meike   Meike und Peter
6 Sa       Anreise nach Arzal, ablegen nach Piriac
7 So       Boot klarmachen evtl. Piriac
8 Mo       Ille de Houat – Belle Ille
9 Di       Belle Ille
10 Mi       Ille de Groix
11 Do       Glenans
12 Fr       Concarneau
13 Sa   Ger und Freund Benodet, Ger und Bert kommen an Bord
14 So       Concarneau
15 Mo       Concarneau
16 Di       Port Louis
17 Mi       Ille de Groix
18 Do       Belle Ille
19 Fr       Ille de Houat – le Crouesty – Vannes
20 Sa       Vannes, Meike von Bord
21 So     Ike + Eberhard Vannes – Ger und Bert von Bord, Ike und Eberhard kommen
22 Mo       Vannes – Festival
23 Di       Vannes
24 Mi       Ille de Houat
25 Do       La Turballe
26 Fr       Herbaudiere
27 Sa       Ille de Yeu, Port Joinville
28 So       Ille de Yeu, Port Joinville
29 Mo       Ille de Yeu, Port Joinville
30 Di       Ille de Re, St. Martin en Re
31 Mi       La Rochelle
1 Do       Les Sables d´Olonne
2 Fr       Port La vie
3 Sa       Belle Ille
4 So       Quiberon
5 Mo       Golf, Port Blanc
6 Di       Vannes
7 Mi       Vannes 
8 Do       Vannes
9 Fr       Vannes, Ike und Eberhard von Bord
10 Sa       Vannes
11 So     Solo Vannes
12 Mo       Vannes
13 Di       Vannes
14 Mi       Vannes
15 Do       Vannes
16 Fr       Vannes
17 Sa     Lukas + Erno Vannes, Lukas kommt an Bord
18 So       Golf, Ille des Moinnes
19 Mo       Ille de Houat
20 Di       Ille de Houedic, Ille de Houat
21 Mi       La Turballe
22 Do       Arzal
23 Fr       Arzal – Lukas geht von Bord, Rückreise nach Köln

Feuer an Bord

Probleme mit der Ladung der Ankermaus. Den Lipo – Akku habe ich letztes Jahr ausgetauscht und gegen einen in dem einzigen Modellbaugeschäft Brests vorhandenen Modellbauakku gleicher Leistung getauscht. Natürlich chinesischer Herkunft. Das klappte dann ganz gut. Nach Wiederinbetriebnahme wieder keine Ladung im Akku, also Ankermaus öffnen und das innere inspizieren, eine einfache Sache.

Sofort bei entnehmen der Elektronikplatine geht der Akku mit Stichflamme funkensprühend hoch! Zum Glück hatte ich ein Hemd an. So nur Hemd versengt, Bart versengt, Haare angesengt, Brandloch auf dem Handrücken (das zum zuheilen dann 4 Wochen brauchte) in der Hand, Innenseite Unter- und Oberarm leichte Brandblasen. Unerklärlich.

Ich habe das Ding natürlich sofort fallengelassen, dann mit einem patschnassen Handtuch abgedeckt. Brandloch im Bodenbrett, und dort, wo Funken geflogen sind. 1 Polster mit Loch.
Alles mit Bordmitteln zu beheben.

Und über den im Zuge der Konsultation entstandenen Kontakt mit einem des Segelns wegen ausgewandertem deutschen Arzt aus Hamburg in Vannes habe ich da nun einen neuen Segelfreund!

Weiter

geht es. Gemütlich zur Ille de Houat in der östlichen Bucht vor Anker und auf die Insel. Das Meer ist so warm wie noch nie in den letzten Jahren. Wir treffen Jutta und Hendrik mit ihrer X-Way und beschließen, nach Le Palais auf der Belle Ille zu segeln. Hendrik auf der Golf, wir auf der Seeseite. Wir kommen als erste an und bekommen einen Platz an Kai und Mooring, X-Way kommt 15 Minuten nach uns an und liegt neben uns. Wir bleiben 2 Nächte und nehmen das Dinghi, um zu den großen Stränden zu fahren. Schwimmen und Blues beim Buddeln zusehen. 

Weiter zur Ille de Groix. Es ist schwachwindig und morgens bläst die Brise de Meer bis 01:00, dann schläft sie ein und ab 14:00 kommt der Landwind. Dazwischen – Motoren. Ich esse die ersten Austern, lecker wie immer. 

Ab zu den Glenans. Vor den Inseln sichten wir einige Delphinachulen, bis zu 15 Stück gleiten elegant durch das Wasser. Auch kleine sind dabei, vermutlich der Nachwuchs. Die Bucht von St. Nicolas liegt ziemlich voll, einige Tagesgäste gehen bei weg. Nach dem 4 Ankermanöver hält der Haken endlich. Wenn man nicht den Sandfleck trifft kommt der Anker auf Seegras und Kelp ins slippen. Motor aus, da werden Moorings frei und wir verholen an eine Mooring direkt vor dem Strand mit bei Ebbe noch 60 cm Wasser unter dem Kiel und auf weißem Sand. Radioempfang ist schlecht und es stellt sich heraus, das der Splitter nicht arbeitet. Den gibt es nicht mehr, also Alternative beschaffen und den kann Ike dann mitbringen.

Übermorgen werden wir Ger und Bert treffen, in Benodet. Dann geht es los mit der Morserei.

Ich werde von Regengetrommel um Deck wach. Gut, vorsorglich alles gesichert zu haben. Alle Luken ganz dicht, und nochmal rumdrehen. Dann mit Blues an den Strand rudern und mit ihm toben.  Noch niemand wach, auf allen Schiffen Ruhe, niemand am Strand. Muss früh sein und ist es auch mit 07:00. Also Motor an, Leine slippen und los nach Concarneau zum Bunkern, Waschen, Schiff sauber machen,

In Arzal – Start

Um 06:00 gestartet waren wir früh. In Arzal und konnten am Steinkai das Auto sofort  neben das Schiff parken und einladen.

Zuerst die Batterien. Über das Fenderbrett an Deck gerutscht und dann nach unten gewuchtet. Anschließen ging prima, alle Systeme laufen. Einräumen und dann hätten wir schon um 14.00 starten können, wenn nicht die Gezeiten wären. Zu wenig Wasser in der Schleusenausfahrt. Also warten bis 18:00, gut für den Hund und die Erholung. Und dann Start nach Piriac, wo wir gegen 20:30 fest liegen. Ab in den Ort, es ist warm und die Sonne geht erst gegen 22:00 unter. Zeit zum Lesen, das neue Marsupilami Comic.