Zurück

Aus dem Golf mit mächtigem Schiebestrom und draußen wenig Wind. Der rote Genaker zieht gut, so daß wir doch noch auf 5 kn SOG kommen. Es geht direkt in die Villainemündung, da müssen wir wieder auflaufendes Wasser auf der Barre haben.
Vor der Schleuse übernachten wir am Warteponton. Viele Schiffe warten dort auf die Schleusung am freitag morgen; Dienstag bis Donnerstag wird aufgrund von Wasserknappheit nicht geschleust. Dazu muss man wissen, das die Villaine das größte Süßwasserreservoir der Bretagne ist und es seit Mai! keine nennenswerten Regenfälle gab.

Freitag früh; die Franzosen drängen in die Schleuse; schlimmer als in Holland! Schlecht abgefendert, schlechte Manöver, also muss man selber abwehren und aufpassen.

Wir legen uns in Arzal an den Steg, Ike und Bea holen die Autos aus Vannes. Wir packen alles nötige und gehen noch nach La Roche Bernard. Das ist ein schönes altes Städtchen und am Markt essen wir ein leckeres Menü, Austern for Starters natürlich. In der Dämmerung geht es zurück nach Arzal.

Samstag früh geht Ike mit Eberhard und Bea von Bord und bringt sie zum Flugplatz nach Brest. Ich mache das Boot klar und liege um 08:00 an der Mooring.5 Minuten später holt micht der Hafenmeister mit dem Hafenboot ab und ich fahre mit Blues nach Köln.

Es ist Ferienende in Frankreich. Im Radio höre ich die Staumeldungen im Rhonetal und um Paris.
Die Strecke über die Normandie ist frei, keine Staus, lediglich kurze Wartezeiten vor den Mautstellen.

Für mich endet die Fahrt nach 1.160 km um 18:00 in Köln, Ike hat 200 km mehr drauf und kommt 1 Stunde später.

Mit dem Schiff waren es in Summa 1.167 sm, eine herrliche, abwechlungsreiche und entspannte Reise.