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Rückreise, Pamplona, Landes

02.08.2022, Dienstag

Yoho liegt gut am Steg, alle Leinen sind doppelt geschoren und die Hafenmeister haben versprochen, auf das Boot aufzupassen.

Wir haben schon am Vorabend gepackt und starten gegen 08:00 Richtung Pamplona. Das steht noch auf der „Löffelliste“; Fiesta nochmals gelesen.

Die Fahrt geht stundenlang über Leon und Burgos über eine endlose Hochebene voller Getreidefelder. Jedes Fleckchen ist genutzt; so muss es auch in der Ukraine aussehen. Dann wird es wieder bergig dort, wo Hemingway Forellenangeln war.

Wir haben ein preiswertes Hostel gefunden und machen uns auf in die Altstadt. Zuerst die Arena besuchen, sehr eindrucksvoll mit Filmen und Audioguide. Dann in die Altstadt den Encierro ablaufen und von Bar zu Bar zu Canon (Bier) und Pinxos. Pamplona soll die Stadt mit der höchsten Lebensqualität Spaniens sein. Bars, Kneipen, Restaurants ohne Ende.

Um Punkt 08:00 betreten wir eine noch offene Boutique; eine Dame wird noch bedient. Ike zieht ein Kleid aus dem Ständer und wir bekommen den harschen Hinweis, das nichts mehr geht und mir morgen wieder kommen sollen, ab 10:00. Ähnliches habe ich bei Friseuren erlebt. Kein Kunde, spontan Bart schneiden geht aber nicht. Termin machen bitte, frühestens nächste Woche. 
Frage ich mich, wohin die EU Unterstützung bei solch durchgängiger Haltung dann fließt und wie das gerechtfertigt wird.
Siehe auch meine Erlebnisse mit den Frogs. Nun also auch die Dons.

Cedeiro

23.07.2022, Samstag

Die Sonne scheint, die Wolken sind weg, die gute Laune kommt zurück. Wir lagen ruhig und geschützt vor Anker in einem kleinen gottverlassenen Ort namens Cedeiro. Anhand der Menge der Cafés und Quartiere sicherlich während der spanischen Sommerferien ein Hotspot.

Anker auf, nichts tut sich. Ursache: eine lose Schraubverbindung am Sicherungsschalter der Ankerwinch unter Deck. Also 13er Schlüssel, drei Umdrehungen, und die Welt ist wieder in Ordnung.

Wie gut, das ich die ganze Ankerwinchelektrik aus dem Ankerkastenunter Deck ins trockene verlegt habe.
Schwierig ist, dass die verlängerte Kette sich Im Einlauf auf stapelt und es dann einen Stau gibt. Möglicherweise muss man 5 m kürzen.

Bei elf Knoten halbwindig rauschen wir jetzt mit gesetztem Code O mit 7 kn Richtung A Coruna. Keine Wolken, die Sonne scheint, Wassertemperatur 15,2°. Wenn das so weitergeht verkauft Ike ihren Badeanzug.

15.00 liegen wir fest, Räder ´raus und in die Stadt und mit Ikes Rechner und den Mobiltelefonen in den örtlichen Appleshop. Dort klappen alle Verbindungen auf Anhieb; an Bord wieder nicht.

Radtour an die Südseite der Halbinsel; an den Strand und dort mal die Füße ins Wasser halten. Geht so, aber nicht warm wie in Hendaye, dort Aren es 22,5° !

Morgen werden wir radeln und zu dem Glasaufzug zu dem Aussichtspunkt fahren.

Punta da Estaca de Bares

20.07.2022, Mittwoch

Sonne, die Wolken sind weg 😀.

In Ribadeo gibt es zwar ein Wifi, das aber nicht stabil ist. Für Ike zum Arbeiten leider wieder nicht.

Reinschiff, Wasser tanken, gegen 12:00 sind allen anderen Schiffe schon weg und brechen ebenfalls auf Richtung des ersten Rias, Ria de Viveiro. 28 Sm. RIAS sind fjordartige tiefe Küsteneinschnitte, in denen gute Häfen sind und auch geschützte Ankerplätze. Mit 8-10 kn Wind am Wind geht es gut voran, dann müssen wir 1 Stunde Motor einschieben und nun läuft es wieder mit 6,5 kn halbwindig. Von Westen zieht Bewölkung auf, morgen soll es regnen.

Die Punta da Estaca de Bares ist in Sicht, das ist der nördlichste Punkt Spaniens. Ab da ist der Wind auch aus West unser Freund, denn die Küste fällt aus der westlichen in eine südwestliche Richtung ab.

 

Viveiro

22.07.2022, Freitag

Schon wieder Seenebel und schwere tief hängende Wolken mit Nebel in Massen. Die Fotos aus dem Segelhandbuch zeigen alle Orte nur ein perfekter Sonne und ich frage mich, woher diese Wetterlage kommt. Nichts für Ike und auch nichts für mich.

Wir werden trotz Nebels ablegen. Auf See sollen um die 16 Knoten Wind raumschoots sein, das bringt uns vorwärts. Vermutlich lassen wir den nächsten Ria aus und gehen direkt nach a Coruna. Kap Finisterre scheint die Wetterscheide zu sein, danach ist es wärmer und sonniger. Wir haben wir gestern im Schiff die Heizung angehabt. Die Luftfeuchtigkeit beträgt über 70 % und alles klebt in kurzer Zeit am Körper. Auf geht es, ablegen nach a Corinna.

Morgenbesuch

19.07.2022, Dienstag

Die Wetteraussichten sind besser, bis 14:00 sollte der Wind, wenn es im Anstau der küstennahen Berge welchen gibt, mitspielen, danach kommt er von von vorne. 08:30 werfen wir die Moorings los, winken den freundlichen Holländern von der Doris zu, und gehen aus dem Hafen. Sonne! Kein Seenebel, Wassertemperatur 17,5°. Brrrr.

Auf See bekommen wir sofort Morgenbesuch von einer Schule Delphine. Die sind auf Morgenjagd und unterbrechen neugierig und spielen um das Boot, schiessen drunter her, schwimmen dicht an dicht neben und unter dem Bug.

Die Sonne wärmt, die grüne Küste Asturiens wird angestrahlt, auf geht es nach Luarca.

Es läuft gut, der Winddreher kommt nicht und wir beschließen 30 sm weiter zu gehen nach Ribadeo. nach 1 Stunde gehts dann doch los mit 20 – 22 kn von vorne, also 25 und mehr über Deck und Welle. Also Kreuzen, und das hält auf. Um 19: sind wir endlich fest und um 20:00 sitzen wir in einem Lokal am Hafen und essen. 600 gr Rippe vom Simmenthal Rind. Lecker. ikes Pulpo diesmal nicht so.

Das Schiff ist schmutzig, trotz des überkommenden Gichtes. Asche und grauer Staub von den Waldbränden; aber heute nicht mehr. Reinschiff ist morgen.

Auch hier ist der Segelclub gut ausgebaut mit aktiver Jugenabteilung und gutem Sanitärbereich. Aber wieder gibt es am Hafen keinen einzigen Shipshop