Archiv für den Monat: Mai 2017

Vorbereitungen

So langsam geht es los. Alle Karten sind gekommen, ich habe die NV-Serie der gesamten Atlantikküste Frankreichs und noch einige aktuelle Imray Karten beschafft. Ersatzteile, neue Wassepumpe, Ölwechsel, Backskisten entrümpelt und einen Holländer mit 2 seit Jahren nie gebrauchten Fenderkissen beglückt, Ankerwinsch getestet und, wie jedes Jahr, die Kontakte der Fußschalter säubern müssen.

Und ich habe die Versicherung umgestellt. Eerdmans wollte für den Bereich Europa – Atlantik deutlich mehr mit vielen Ausschlüssen, so ist es nun Pantaenius mit mehr Leistung, fester Taxe und preiswerter. Hätte ich nicht gedacht.

Yoho habe ich mit Meike nach Breskens gefahren; dort trafen wir Hendrik und Jutta Lühl; die gehen in 2 Wochen auch langsam Richtung Süden, zur Villaine.

Nächste Woche geht es los, mal sehen, wie weit in 5 Tagen über Himmelfahrt, weiter dann über Pfingsten.

 

 

 

Irgendwie anders jetzt

irgendwie anders jetzt anstatt über Helgoland, in den NOK und nach Kiel wie in den letzten Jahren nun Richtung Süden auszulaufen.

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Adé Holland, Scheveningens Küstensilhouette wird kleiner.

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Die Flaggen aller nordischen Länder habe ich gerade weggestaut.den Almanak, die letzen holländischen Karten. Auch verrückt nicht zu wissen, wo denn diese Reise in den nächsten Jahren hinführt.

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Ike und die Hunde habe ich bei einem Kaffee und Appelgebackstop in Cadzand rausgelassen. Ike fährt mit dem Rad und den Hunden zurück nach Breskens und holt das Auto nach. In Oostende treffen wir uns dann wieder. Mal sehen, ob wir bis Dieppe kommen.
Aber erstmal Getränke bunkern…..

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Die Gezeiten sind schon ganz ordentlich; YOHO tief unten….

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Und erst mal Muscheln an der Seafront.

Oostende – Boulogne sur Mer – Dieppe.

Etwas knifflig, die Gezeiten passen nicht so rechts, also muss ich 3 Stunden Gegenstrom an Kap Gris Nez aussegeln. In Boulogne ist Platz, noch kaum Yachten unterwegs.

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Als markante Landmarke von See zu sehen steht die Napoleonsäule oben auf demHügel als Erinnerung an seine Absicht, von hier aus eine Invasion Englands zu starten. Old Nappy..
Die sehen wir uns später an.

In Boulogne ist Platz, noch kaum Yachten unterwegs.
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Auch hier deutlicher Gezeitenunterschied

Diesmal soviel Gezeit wie möglich und UT zu MEZ berücksichtigen. das sind immerhin 2 Stunden!

also 06:00 raus, 06:30 auslaufen. Ike mit dem Auto und den Hunden nach Dieppe.
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Das in WW2 umgebaute Sperrfort auf der BB-Hafenmole…unkaputtbarer Beton.

Draussen steht ordentlich Wind. Am Wind 18 kn, Yoho packt den Strom und ist mit 9,5 kn unterwegs. Am Horizont wird es schwarz, die angekündigte Front kommt pünktlich.
Code – O abschlagen und in die Vorpiek; Genaker abschlagen, in die Tasche und unter Deck.
Sprayhood dichtmachen, Ölzeug an und dann gehts auch schon los. Sicht weg unter 50 m. Blitz und Donner, Regen, Starkregen, der haut die Wellen platt. 10 Minuten und die Front ist durch und der Wind ist weg! Die Sonne scheint wie vorher.
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Es ist unglaublich warm, global warming?

Also Motor an, der stirbt später bei völliger Flaute weg. Tank leer, Dieseluhr nicht genau? Kanister raus, Schüttelpumpe und 20 Liter nachfüllen. Entlüftungspumpe, und schnurrt er wieder.
3 Stunden vor Dieppe kommt er Wind wieder, also endlich wieder segeln.

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14:30, 1 sm vor dem Hafen. 15:230 am Tanksteiger fest und das Boot klarmachen; es bleibt 5 Tage liegen, dann geht es weiter.

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Und dann ab in die Stadt, Moules a la Normandoise. Lecker, gekocht in Cidre-Sahnesauce mit Speck! Dazu ein paar kalte Biere.

Am nächstren Tag dann über Amiens, Kathedrale ansehen, zurück nach Köln.
500 Km, genausoweit wie bis zur Ostsee. Aber eben Fronkreischhhh!

Ertappe mich dabei, mit den Leuten Nederlands zu reden. Muss den Grundwortschatz wiederholen……Also schnell den Lernkartensatz bestellt!