Archiv für den Monat: Juli 2014

MUSTO

MUSTO… musto haben….wenn Du bei Schietwetter trocken und warm bleiben willst.

Als leichte Segeljacke für die Übergangszeit hatte ich mir eine HPX B1 Jacke gekauft, in weiß.
Nach 1 1/2 Jahren mußte sie dann doch einmal gewaschen werden. Danach – warum auch immer – war die dichte innere Beschichtung hin und die Jacke nur noch ein nasser, klebender Waschlappen..

Ich habe die Jacke zur Klärung nach England zu Musto geschickt und SURPRISE!, heute war eine flammneue Jacke des neuesten Modells in der Post. Das hatte ich nicht erwartet.

Thankyou Miss Celia Wall of MUSTO

Richtung Oslo

Nur kurz, die Tage waren mit viel Wind und Welle und vielen Meilen schönes Segeln, aber es waren auch lange Tage.

Die Crew

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Tochter Meike mit Freund Nils

Start in Kiel am Samstag morgen, durch den kleinen Belt bis Julsminde.
In Julksminde war der Hafen voll, wior haben gegen 22:00 einen vorreservierten Platz occupiert; den uns auch niemand streitig gemacht hat. Leinen fest und so gerade den Sonnenuntergng mitbekommen.

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Dann nach Samsö. Samsö war knallvoll, wir haben dort das Endspiel mit Jaime gesehen und hatten dann durch einen nicht vorhergesagten Winddreher eine unruhige Nacht vor Anker.

Früh bei 26-28 kn raumschots nach Anholt. Liegen im Päckchen ist dort nochmal, aber wie sich dann nach 18:00 der Hafen vollstapelte habe ich noch nie gesehen. Eine Fläche von Booten. Kopfsteiger mit Dreifachstern; also erste Reihe mit Bug am Steg, zweite Reihe mit dem Bug in die Lücken und dritte Reihe in die Lücken der ersten.Alle gut ´drauf, wäre was für Karl-heinz, jeder hilft jedem, Kindern die Menge.

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Wir sind mit dem Dinghi an Land und an den endlosen Südstrand.

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Morgens um 06:30 liefen die Fischer ein und ich habe einen Sack Jomfruhummeren erstanden.

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Erstmal alle überflüssigen harten Teile mit dem Seitenschneider weg. 1/3 gekocht und eingefroren, den Rest abends auf den Grill.

Weiter 65 sm nach Donsö bei Göteborg, wieder raumschots bis achterlicher Wind und zum Schluss gewaltiger Welle. Im Schärengürtel dann ruhiger.

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255 sm in 3 1/2 Tagen, für die nächsten 130 haben wir jetzt 8 Tage, ab jetzt  ruhiges Schärensegeln.

Weiter nach Marstrand, einkaufen und einmal um die Insel, und dann um die Ecke in die Bucht von Söholmen vor Anker.

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Da lagen wir schon mit dem Vorgängerschiff ruhig. Die Klippen sind ein Traum, bewachsen mit Heide, vielen Moossorten, und kargem Bewuchs. Dem Hund macht´s Spaß, herumzustöbern.

Holländerbucht

Richtung Smögen, dem St. Tropez der Westküste. Feines Segeln im inneren Schärenweg. Um Smögen herum, da geht man besser nicht in den Hafen, in die Holländerbucht. Dort ankern wir in einem Rund hoher Granitwände auf 14 Meter Wassertiefe, alle Kette muss ´raus, 45 Meter.

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Mit dem Dinghi, Jazz sitzt mal wieder als erste ´drin, geht´s an Land und in einem schönen Spaziergang über die Klippen nach Smögen. Dort sind die Schiffe dicht an dicht gestapelt, es ist laut, und viele Menschen tummeln sich auf den Stegen. Nils und ich vertilgen ein Krabbenmenue, Meike kämpft noch mit Resten von Übelkeit. Jazz tobt über die Klippen, an Bord hat dann ausser Meike und Jazz keiner mehr Hunger und es geht früh zur Koje.

Sötenkanal, Hamburgsund, Schären ohne Ende

Weiter gehts durch den Sötenkanal, da gehen im Juli um 35.000 Sportboote durch. So war es dann auch, Autobahnfahren. Unter Motor durch den Hamburgsund, und 100 m vor uns legt die Kettenfähre ab; auf einmal straff gespanntes Drahtseil über das Fahrwasser. Also voll aufstoppen.
Und es gibt ein neues „Verkehrszeichen“

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Enge Fahrwasser, Suche nach den schönen Plätzen, Navigation muss sein!

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Nach dem Hamburgsund wollten wir dann an eine Schäre, überall lagen
schon Boote. Wir sind dann zwischen 4 Inselchen vor Anker gegangen.

Eine Felskante sah verlockend aus, also mal mit dem Dinghi hin und loten; tief genug! Felshaken schlagen und Leinen vorbereiten, Nils bleibt auf der Insel. Vorsichtig schräg anfahren, Heckanker ´raus und schon liegen wir längsseits wie in Abrahams Schoß.

Der Hund kann über das Fenderbrett von und an Bord und tobt sich aus. Schwimmen in klarem Wasser, faulenzen, angeln.
Das Abendlicht läßt den Granit leuchten.

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Fjälllbacka

Fjällbacka haben wir angelaufen; belebt und voll. Kein Wunder, das ist weit und breit die einzige Möglichkeit, in einem Supermarkt nachzubunkern. Das haben wir ausgiebig getan, für die nächsten 5 Tage reicht es.

Fjällbacka

Von einer Postkarte abfotografiert, so sieht´s da aus.
Ein Toast Skagen und ein Mariestad, und dann sortieren wir die Einkäufe weg.

Vordeck

Die Vordeckscrew beim Aufklaren.
Der Wind ist mau, also heißt es motoren. Nach 16 sm haben wir den Havstenssund passiert und legen uns bei Lindön in einer weiten Bucht vor Anker.

In der Nachbarbucht liegen an 20 Yachten, hier haben wir nur einen Nachbar. Seit Samsö schleppen wir nun das Dinghi und nutzen es ausgiebig.

Die Einkäufe kommen auf den Grill, Hamburger mit Salat gibt es und dazu Pils aus Helgoland.

Morgen soll es in die Koster-Inseln gehen und dann sind wir fast im Oslofjord